B(io)LOG
Gedanken zu den Tatsachen des Lebens

 

Das Glyphosat im Bier ...

Wie kommtdas Glyphosat ins Bier? Schließlich ist das Zeug im Boden leicht abbaubar ... da sollte sich in einem Endprodukt wie Bier nichts mehr finden lassen.

Beim der Vorbereitung einer Fläche wird Glyphosat eingesetzt, vor der Aussaat allen Pflanzenwuchs umzubringen - anstelle durch mechanische Bearbeitung die unerwünschten Pflanzen zu verringern. Das spart Zeit und Energie. Sobald das Totalherbizid abgebaut ist, wird gesät. Wenn geerntet wird, sollte der Stoff abgebaut sein.

So kommt das Glyphosat nicht ins Bier.

Auf anderen Kontinenten werden gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, die Glyphosat vertragen. Das ist in der Europäischen Union und Deutschland nicht üblich. Gen-Tech-Bier mag der Deutsche nicht ...

So also auch nicht.

Aber wie dann? Lösung: Wenn das Korn zum "geplanten" Erntezeitpunkt noch nicht reif ist, dann wird es mit Glyphosat totgespritzt.

Dann stirbt die Pflanze, wird gelb und löst eine sogenannte "Notreife" der Körner aus. Offenbar lässt das Glyphosat sich aus dem vom gebuchten Lohnunternehmer termintreu geernteten Korn nicht mehr vollkomen entfernen.

So gelangt das Glyphosat ins Bier. Prost!

Nachtrag: Wenn man bedenkt, dass in Deutschland und auch in ganz Europa eigentlich das Vorsorgeprinzip gilt - und in Deutschland bei praktisch allen Bieren das Reinheitsgebot (auf freiwilliger Basis) - so wirkt der Glyphosat Skandal beim Bier besonders fatal: Selbst wenn Glyphosat so gesund wäre wie Spinat und Broccoli, hat es im Essen (und Bier gehört mancherorts nun einmal zu den Grundnahrungsmitteln!) nichts zu suchen. So will es das Vorsorgeprinzip!

eingetragen von croyd am 23.06.2016

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